Sommerevent – gute Laune geplant

Sommerevent – gute Laune geplant!

Es ist wieder soweit – die Sommerferien haben begonnen und Ruhe kehrt ein, die Temperaturen erreichen ihr Jahreshoch und nur mühsam halten wir den täglichen Arbeitstrott aus.

Ideale Zeit also für eine Abwechslung in Form eines Sommerevents!
Emotionen transportieren, Kunden binden, Beziehungen pflegen – das lässt sich am Besten im lockeren Zusammensein, sagt auch der Chef, und so ist der Anlass eine beschlossene Sache.

Schon die Planung eines Solchen lässt die Begeisterung der Mitarbeiter in die Höhe schnellen und die Vorfreude auf den Event sorgt für eine anhaltend positive Stimmung in der ganzen Firma.

Alle sollen kommen – Mitarbeiter, Kunden – auch die, welche schon lange nichts mehr gekauft haben und die, welche noch nicht wissen, dass sie unsere Kunden werden. Auch der Hauswart soll reinschauen und unser langjähriger Versicherungsvertreter, der an diesem Tag sowieso gerade im Haus ist.

So steigt der Event – der Ausflug ist der Hit und zum Abschluss des Tages wird der Grill angefeuert, das Bier geöffnet und die Stimmung ist super. Lange wird noch gelacht, geredet, getrunken und gegessen.

Am nächsten Tag brummt zwar der Kopf ein wenig, aber auch das geht vorbei und der gelungene Sommeranlass gibt sicher noch einige Tage Gesprächsstoff, bis der Alltag wieder Einzug hält.
Das „müssen wir uns unbedingt zusammen anschauen“ – Projekt vom potentiellen Kunden wird zu einem von vielen 2Dos auf einer Liste noch bevor die Rechnung vom Event bezahlt ist und die Geschäftsleitung tippt schon an der Mitarbeiterinfo, dass die Verkaufszahlen im Herbst nun wirklich steigen müssen.


Sommerevents sind super – keine Frage!
Aber nur allzu oft wird vergessen, dass es sich auch hier um eine – im Marketingkonzept gerechtfertigte, geplante und zielweisende – Massnahme handelt, die als solche vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet werden muss.

Situationen wie die obige habe ich in meiner Laufbahn immer wieder erlebt und immer wieder waren’s auch die Chefs, die sagten, „so jetzt soll’s mal nicht um’s Geschäft gehen“.
Nun, da das Geschäft die Einladungen sendet, den Event durchführt und die Rechnung bezahlt, geht’s eben doch darum!
Und nichts eignet sich besser als ein Event, wo alle locker und gelöst sind, um auch mal unangenehme Themen anzusprechen – warum der ehemalige Kunde nicht mehr bei uns kauft, warum der Hauswart die Klingel nicht repariert, ob wir bei der Versicherung nicht doch noch einen Rabatt aushandeln können?

So steht auch hier am Anfang das Konzept.
Ein halbtägiges Canyoning-Abenteuer ist zwar ein super Erlebnis, doch sollte ihr Event zu Ihren Gästen passen und nicht umgekehrt (ausser sie verkaufen Canyoning Touren, natürlich!).
Definieren Sie ihre Ziele und Gäste vor der Themenwahl und der Eventplanung.
Auch den einzelnen Mitarbeitern Ziele zuzuteilen ist sinnvoll, denn Frau Muster möchte wohl kaum von drei verschiedenen Mitarbeitern auf ihren wiederkehrenden Zahlungsverzug angesprochen werden.

Und nach dem Event eine saubere Kontrolle der Ziele durchzuführen und genauso viel Zeit in die Vor- wie in die Nachbearbeitung zu investieren ist nicht das Geheimrezept einer erfolgreichen Veranstaltung, sondern ebenfalls ein planbarer Teil des Konzepts, das für jeden Sommerevent funktioniert.

Ein durchdachtes Konzept nimmt dem Event weder den Charme noch die Lockerheit, sondern gibt ihm einen unternehmerischen Wert und macht den Anlass nicht nur im subjektiven Empfinden sondern auch in messbaren Zahlen zu einem Erfolg.